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Rechtsmissbrauch als Geschäftsidee

Einen Vertrag unterzujubeln ist noch kein Geschäft.
Das eigentliche Geschäft ist die juristische Irreführung danach.
Dazu gehört vor allem die gezielte Desinformation in Sachen Rechtsprechung, aber auch die direkte Drohung mit rechtlichen Konsequenzen - per Brief und Telefonanruf.
Ein Mittel ist das Verschicken von veralteten Urteilen -
oder von Urteilen, die in einem anderen Kontext ergangen sind (siehe z. B. Urteil AG Wiesbaden vom 04.08.2008, das von Rechtsanwältin Katja Günther als Druckmittel benutzt wurde)
oder von Urteilen, die als Ausreißer der Rechtsprechung also als Fehlurteile - zu bewerten sind.
Und natürlich gibt es auch Urteile, die durch geschicktes Manipulieren der Umstände erreicht werden konnten.
Bei dieser destruktiven Aufklärungsarbeit sind Rechtsanwälte ganz besonders wichtig. Siehe Inkassomethoden
Da es sich bei Rechtsanwälten ja grundsätzlich um "Organe der Rechtspflege" handelt, unterstellt der Betroffene ihnen natürlich eine objektive und ehrliche Darstellung rechtlicher Zusammenhänge.
Wenn also Rechtsanwälte versichern, dass die Betroffenen vom Gericht nur Kosten und Ärger zu erwarten haben, aber gewiss keine Aussichten auf Entlassung aus dem "Vertrag", wenn diese "Rechts"anwälte das dann auch noch mit Urteilen und Paragraphen, mit Rechtskommentaren und Zitaten belegen, dann kommt wohl jeder Laie ins Wanken.
Die Saat des Misstrauens gegen das Rechtssystem fällt leider auf fruchtbaren Boden.
Den traurigen Beweis für dieses tatsächlich weit verbreitete Mißtrauen gegen das Recht liefern die erfolgreichen Geschäfte der Adressbuchschwindler - denn seit sie ihre Geschäftsidee "Unterschriftenerschleichung" mit der juristischen Ergänzung "Rechtsberatung über die Aussichtslosigkeit einer Gegenwehr" abgerundet haben, fließen die Millionen ohne Unterlass.
Das Vertrauen in das Recht, also das Vertrauen auf ein gerechtes Recht, ist aber die Grundlage eines demokratischen Staates und einer menschlichen (humanitären) Gesellschaft.
Dabei muss daran erinnert werden, dass sich die irreführenden Internetangebote wie Schmeißfliegen vermehren und zigtausende von Betroffenen in der oben beschriebenen Art und Weise bearbeitet werden.
Der "Rechtsstaat" wird auf breiter Front unglaubwürdig gemacht. So etwas geht an die Grundlagen eines demokratischen Staates.
Jeder der bezahlt, obwohl er sich für betrogen hält, tut dies, weil er nicht mehr daran glaubt, dass das Recht ihn schützen kann. Er glaubt also, dass das Recht nicht ihm, sondern den Betrügern hilft.
Das durch die Anbieter und ihre Inkasso-Anwälte vermittelte rechtliche Weltbild kann nur dann korrigiert werden, wenn jeder Bürger bereit ist, für ein gerechtes Recht auch einzutreten - ein Risiko auf sich zu nehmen - zu kämpfen.
Jeder ist für den Staat verantwortlich, in dem er lebt....
Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

DROHANRUFER GESUCHT:
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